Datum: Montag, 11. Dezember 2017

(Text: L. Schuh)

Die Besiedlung des Trierer Landes, die zur Zeit der Kelten wohl nur sporadisch war, erfuhr mit der Eroberung und Besitznahme durch die Römer einen enormen Aufschwung. Mit Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden nun auf dem Lande mehr und mehr römische Hofgüter und Villen und damit gleichzeitig auch dörfliche Siedlungen, insbesondere in den Tälern von Mosel, Saar und Ruwer, wo dann zunehmend der Weinbau begann und intensiv betrieben wurde.

Mit Beginn der Christianisierung durch die ersten Trierer Bischöfe Eucharius, Valerius und Maternus erfolgte eine Neuorientierung des Gemeinwesens. Mit der Gründung der Klöster und Abteien setzte nun eine intensive seelsorgliche Betreuung ein, die dann nach und nach alle bestehenden Dörfer und Siedlungen erfasste.

Bereits im 6.Jahrhundert war Waldrach im Besitz des Bischofs von Trier und zu diesem Zeitpunkt wohl auch eine Seelsorgestelle oder Pfarrei. In dem Geschichtsbuch „Trier im Mittelalter“ (1996) heißt es auf Seite 33: „...war die bischöfliche Besitzsphäre im 6. Jahrhundert schon beträchtlich. Die Bischofskirche besaß in unmittelbarer Nähe der großen Vorstadtpfarreien die Orte Zewen, Kordel, Ehrang und Waldrach.“
Daraus kann man wohl entnehmen, dass Waldrach zu den ältesten Pfarreien des Bistums Trier zählt. Aufgrund der Ersterwähnung "Waltrach mit der Kirche" in der Eckbert-Urkunde aus dem Jahre 981, konnte die Pfarrei Waldrach im Jahre 1981 ihre 1000-Jahrfeier begehen.

Der Ortsname Waldrach entwickelte sich von „Valeriacum“ (bis vor 981) und ab 981 über „Waltrach“, „Valtrich“ (1411), „Waltrich“ (1646) und ab 1841 erstmals auf „Waldrach“.