Datum: Montag, 21. August 2017

Gott wendet sich uns Menschen zu, indem er in seinem Sohn Jesus Christus Mensch wird. In ihm ist uns „die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschienen“ (Tit 3,4). Diesem Heilshandeln Gottes entspricht auch der Dienst der Kirche als Grundsakrament.

In den 7 Sakramenten, im Wort der Verkündigung, in den liturgischen Formen und Zeichen wird uns in sichtbarer Gestalt das Heil und Leben von Gott sinnenfällig, also sichtbar und hörbar geschenkt.


Durch das Sakrament der Taufe werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.


Die Taufformel „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ bedeutet: Gottes Nähe und Liebe begleitet uns ein ganzes Leben lang. Wir dürfen ihn Vater nennen. Jesus Christus ruft uns in seine Nachfolge. Er hat uns ein Beispiel gegeben, wie Leben gelingt. Durch seinen Tod und seine Auferstehung sind wir erlöst. Im Heiligen Geist sind wir als Schwestern und Brüder in die Gemeinschaft der Kirche berufen und als Zeugen des Evangeliums gesandt.

Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind taufen lassen und im Glauben erziehen möchten. Für die Planung und Vorbereitung der Tauffeier melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Dort und im aktuellen Pfarrbrief erfahren Sie auch die Tauftermine. Taufanmeldungen nimmt auch das Zentralbüro in Waldrach entgegen. Die Taufeltern können selbstverständlich auch in einem anderen als dem Heimatort ihr Kind zur Taufe führen.


Jesus Christus hat beim letzten Abendmahl seinen Jüngern aufgetragen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ So ist die Eucharistiefeier zur Mitte der Gemeinschaft der Kirche geworden und zur Quelle, aus der sie alle Kraft schöpft. Wir feiern das Geheimnis des Glaubens: Jesu Tod und Auferstehung; seine Liebe, die die Wandlung der Welt bewirkt.


In der 3. Klasse werden die Kinder auf  den Empfang der ersten hl. Kommunion vorbereitet. Sie sollen die Kommunion als ein einzigartiges Zeichen der Freundschaft und Gemeinschaft mit Jesus Christus verstehen lernen und in die Feier der Hl. Messe hineinwachsen. Dabei wirken Familie, Pfarrgemeinde und Schule zusammen und ergänzen sich gegenseitig.


Von Anfang an hat sich die Kirche besonders der Kranken angenommen. Auch wenn sie nicht mehr am Gottesdienst der Gemeinde teilnehmen können, sind sie doch weiterhin Glieder der Gemeinde und haben das Recht, die Eucharistie zu empfangen.

Deshalb wird Christus in der Eucharistie zu den Kranken gebracht. Wenn Sie dies für sich selbst bzw. Ihre Angehörigen wünschen, dann rufen Sie bitte im Pfarrbüro an. Der entsprechende Seelsorger wird sich mit Ihnen vorher in Verbindung setzen und den genauen Termin vereinbaren.

Vorzubereiten sind: ein Tisch mit einem weißen Tuch, Kreuz, Kerzen, Weihwasser, Blumen, ein Glas Wasser für den Kranken. Schön wäre es, wenn auch Angehörige, Mitbewohner oder Nachbarn an der Feier teilnehmen könnten und evtl. auch die heilige Kommunion empfangen.


Das Pfingstfest mit der Sendung des Heiligen Geistes bildet den Beginn der Kirche. Die Kraft des Heiligen Geistes ermutigt die Jüngergemeinschaft als Kirche Jesu Christi sichtbar und wirksam zu werden. Im Sakrament der Firmung werden junge Christen bestärkt (firmare, lat. – bestärken), sich am Lebensbeispiel Jesu Christi und seinem Evangelium zu orientieren, um so lebendige Glieder der Kirche zu sein.

Die Firmung ist somit auch die Vollendung der Taufe. Die Firmung findet gemeinsam mit anderen Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft statt. Die entsprechenden Jahrgänge (5./6. Klasse) werden rechtzeitig darüber informiert und entsprechend vorbereitet.


In der Beichte, dem Sakrament der Versöhnung, schenkt Gott dem Menschen Verzeihung und Frieden. Der Mensch ist nicht festgelegt auf die Grenzen seines Daseins, die sich in Fehlern und Schuld zeigen. Von Gott her wird ihm zugesagt, dass das Alte vergangen ist und Neues werden kann (vgl. 2 Kor 5,17).


Die Beichte hilft, Leben zu bedenken, zu verstehen und zu deuten, und wo eben nötig, zu ändern. Wenn sie Anregungen für eine Gewissenserforschung zur Vorbereitung auf die Beichte suchen, dann bietet Ihnen dazu das Gotteslob ab der Nr. 60 verschiedene Formen an. Die Seelsorger unserer Gemeinde stehen Ihnen gerne zur Verfügung.


Der Mensch ist als Mann und Frau geschaffen. In der Beziehung von Mann und Frau findet die Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit ihre Erfüllung. Die Kirche feiert dies im Sakrament der Ehe und bringt damit zum Ausdruck, dass in der Gemeinschaft von Mann und Frau Gottes verborgene Gegenwart unter uns sichtbar wird.

 

Hinweise zur kirchlichen Trauung in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach

1. Vereinbaren Sie bitte rechtzeitig über das Pfarrbüro den Termin Ihrer Trauung und erkundigen Sie sich über die Termine eines Brautleutekurses zur persönlichen Vorbereitung.

2. Besprechen Sie bitte mit dem Pfarrer oder dem Geistlichen, der sie trauen soll, einen Termin für das Ehevorbereitungsgespräch. Geben Sie dabei bitte auch an, welcher Konfession oder Religion Ihr Partner/Ihre Partnerin angehört und ob es bereits eine Vorehe (standesamtlich oder kirchlich) gab. Somit können evtl. notwendige Anträge rechtzeitig gestellt werden.

3. Zum Ehevorbereitungsgespräch brauchen Sie ein aktuelles Taufzeugnis, das bis zum Trauungstermin nicht älter als 6 Monate sein darf. Sind Sie in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach getauft worden, ist dies nicht erforderlich, da eine Einsicht im Taufbuch erfolgt.

In einem Protokoll werden die Personalien aufgenommen, mögliche Ehehindernisse oder Trauverbote geklärt und Ihre Bereitschaft zu einer christlichen Ehe (Einheit, Unauflöslichkeit, freier Wille, Ja zur Nachkommenschaft) erfragt. Außerdem wird bei diesem Gespräch der Ablauf und die Gestaltung des Trauungsgottesdienstes besprochen.

4. Nutzen Sie auch vor der Trauung die Möglichkeit eines Beichtgespräches. Es ist gut, bevor Sie diesen wichtigen Schritt eines neuen Lebensabschnittes tun, zurückzuschauen und zu bedenken, wo Sie der Vergebung bedürfen, damit Altes das Neue nicht behindert. Die Seelsorger stehen Ihnen gerne zur Verfügung.


Jesus hat die 12 Apostel ausgewählt und ihnen aufgetragen, die Botschaft vom Reich Gottes zu verkündigen und die Menschen auf seinen Namen zu taufen. So haben sie Gemeinden gegründet und geleitet und die Sendung Jesu fortgeführt. Die Apostel haben den Auftrag Jesu weitergegeben, indem sie anderen die Hände auflegten und beteten und sie zu Leitern und Dienern der Gemeinden bestellten.


Seit den Anfängen der Kirche wird das eine Amt in einer dreifachen Abstufung weitergegeben: als Amt des Bischofs, der die Fülle des apostolischen Auftrages und Priesterdienstes innehat, als Amt des Priesters, der als Mitarbeiter des Bischofs die Gemeinden leitet, und als Amt des Diakons, der zu einem Dienstamt für den caritativen Wesensvollzug der Kirche bestellt ist. 


Vielfach wird das Sakrament der Krankensalbung als „letzte Ölung“  missverstanden und damit oft bis kurz vor den Tod hinausgeschoben. Das II. Vatikanische Konzil hat die Bedeutung dieses Sakramentes für alle Gläubigen, die sich wegen Krankheit oder Altersschwäche in einem bedrohlich angegriffenen Gesundheitszustand befinden, wieder neu ins Bewusstsein gerufen.


Auch Kinder und Bewusstlose können das Sakrament empfangen. Toten jedoch wird die Salbung nicht gespendet. Die Krankensalbung ist ein Zeichen der heilenden Zuwendung Christi, die den Kranken Kraft und die Vergebung der Sünden schenkt.

Rufen Sie bitte rechtzeitig an, wenn ein Angehöriger schwer krank wird. Die Seelsorger kommen gerne ins Haus bzw. in das Krankenhaus oder Altenheim.

Im Zimmer des Kranken sollen nach Möglichkeit ein Tisch mit Kreuz, Kerzen und Weihwasser vorbereitet werden. Die Angehörigen und Freunde, vielleicht auch Nachbarn des Kranken, können zur Feier miteingeladen werden.


Bereiten Sie sich bitte auf eine solche Situation vor, soweit Sie dazu die Möglichkeit haben. Nach dem Tod eines Angehörigen bitten wir, dass Sie an Folgendes denken:

- Verständigen Sie bitte den Priester, sofern Ihr Angehöriger zu Hause  verstorben ist.

- Möglichst rasch sollten Sie mit dem Pfarrbüro absprechen, wann der Sterberosenkranz, das Requiem und die Beerdigung stattfinden können.

- Gleichzeitig sprechen Sie mit dem Bestattungsinstitut und stimmen auch mit diesem die Termine ab.

- Verständigen Sie bitte Ihre Verwandten nicht nur über den Zeitpunkt der Beerdigung, sondern auch über den des Rosenkranzes.