Datum: Sonntag, 09. August 2020


im Markus-Evangelium 14, 43-72

 

Es gibt am Gründonnerstag gleich 3 Möglichkeiten, sich mit den Kindern diesem Tag zu nähern, Jesus besser kennenzulernen und zu spüren, was ihm wichtig war.

Es sind:

Fußwaschung

Das letzte Abendmahl

Der Verleugnung des Petrus

 

Alles an einem Tag ist sicher zu viel, vielleicht kann man diese 3 Begebenheiten auch in der Karwoche verteilt lesen, oder Sie entscheiden, was passt am besten zu unserem Kind/Familie.

 

Einstiegsspiel:

Mogelmotte spielen oder Mogeln:

Die Familie sitzt im Kreis an einem Tisch. Viele Zahlenkarten in 4 Farben (z.B. Elfer raus oder UNO) werden gut gemischt und verteilt. Jede Karte sollte es jeweils doppelt geben. Jeder Mitspieler nimmt seine Karten auf die Hand, so daß die Nachbarin/Nachbar sie nicht sehen können. Eine Person beginnt und legt eine Karte verdeckt in die Mitte. Er nennt Zahl und Farbe, z.B. eine rote Sechs. Der Nächste kann nun eine Sechs oder eine rote Karte ebenfalls verdeckt darauf legen usw. Glaubt ein Kind, dass der Vorgänger/Vorgängerin gelogen hat, sagt es laut: “Gelogen!” Dann dreht es die oberste Karte um. War es gelogen, muss der Lügner den ganzen Kartenstapel nehmen. Wenn der Zweifler Unrecht hatte, muss er den ganzen Stapel an sich nehmen. Wer zuerst seine Karten los wird, hat gewonnen.

Material: Elfer raus, UNO

 

Einstiegsfragen:

- Fällt es dir leicht, zu lügen, oder schwer?

- Wenn du ein Versprechen nicht gehalten hast, wie fühlst du dich dann?

- Wenn andere über deinen Freund schlecht reden, meldest du dich zu Wort und verteidigst ihn, oder schweigst du?

 

Vorlesegeschichte:

Das Essen schmeckte heute wieder himmlisch! frisches Brot und der beste Wein, das ist echt ein leckeres Pascha-Essen, was ihnen hier aufgetischt wird. Petrus isst mit Genuss und hört, eher nebenbei, Jesus etwas sagen: “Ihr werdet euch alle von mir abwenden und davonlaufen. Ihr werdet alle abstreiten, dass ihr mich kennt. “ Petrus blieb der Bissen Brot fast im Hals stecken. Schnell schluckt er ihn hinunter und ruft: “Nein, Jesus, ich werde dich ganz bestimmt nicht im Stich lassen! Auch wenn alle anderen weglaufen, ich bleibe immer bei dir!” Ja, genau, das glaubt Petrus, Die Zeit mit Jesus ist so gut und wertvoll, wie könnte er da ihn, seinen besten Freund, verraten?

“Petrus, ich sage dir, heute Nacht wirst du mich verraten. Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal behaupten, mich nicht zu kennen.” Petrus widerspricht: “Nein, Herr, ich würde sogar für dich sterben!” Auch die anderen Jünger stimmen ihm zu: Sie werden immer bei Jesus bleiben, egal, was kommt. Jesus schaut sie nur traurig an. Er sagt nichts mehr.

Aber ein paar Stunden später ist das meiste schon wahr geworden. Jesus wird gefangen genommen. Die Jünger haben ihn kaum beschützt. Einer hat noch versucht, mit dem Schwert zu kämpfen, aber gegen die Überzahl der Truppe, die Jesus verhaftet, ist er machtlos. Alle Jünger fliehen. Sie haben Angst um ihr Leben. Nichts von dem, was sie Jesus versprochen haben, gilt noch.

Petrus hat sich in einem Gebüsch versteckt und von dort alles beobachtet. Er mischt sich unter die aufgebrachte Menge und folgt Jesus in einigem Abstand. Er will sehen, wo sie ihn hinbringen. Vielleicht kann er ihm ja doch irgendwie helfen. In den Palast des Obersten Priesters traut er sich nicht hinein, nur bis in den inneren Hof. Dort bei den anderen Männern wärmt er sich am Feuer. Hier wird er kaum auffallen.

“Sag mal, ich habe dich hier noch nie gesehen. Bist du nicht auch ein Anhänger von diesem Jesus?” Petrus schießt das Blut in den Kopf! Wie konnte er nur so schnell entdeckt werden? Wird er jetzt auch verhaftet, vielleicht sogar getötet? Ohne lange nachzudenken, antwortet Petrus: “Hä? Von wem? Ich habe keine Ahnung, von wem oder was du sprichst!” Schnell steht Petrus auf und verlässt den Hof. Vielleicht hat ihn doch einer erkannt? Petrus hat Angst. In der Ferne kräht ein Hahn.

Auch vor dem Palast sind einige Menschen zusammengekommen. Hier drückt sich Petrus herum. Er will Jesus nicht ganz im Stich lassen. “Der gehört doch auch zu diesem Jesus!”

Eine Magd zeigt mit dem Finger auf Petrus. Alle starren ihn an. “Nein, ganz bestimmt nicht. Ich habe nichts mit ihm zu tun!” Petrus streitet es wieder ab, Jesus zu kennen.

Aber die anderen, die ihn gehört haben, bestätigen: “Natürlich, du gehörst zu diesem Jesus und seinen Jüngern. Du bist doch auch aus Galiläa!” Jetzt will Petrus nur noch seine Haut retten: “Wenn ich es euch doch sage, ich habe nichts mit diesem Jesus zu schaffen, ich schwöre, ich kenne ihn nicht!”

In diesem Moment krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da fällt Petrus wieder ein, was Jesus ihm vor wenigen Stunden gesagt hat. “Du wirst dreimal sagen, dass du mich nicht kennst!” Petrus hatte es Jesus versprochen, ihm treu zu bleiben. Aber er hat es nicht geschafft. Schnell verlässt er den Hof. Er weint bitterlich. Er schämt sich. Er ist unendlich traurig über sich, dass er Jesus nicht helfen konnte und sogar seine Freundschaft zu ihm verleugnet hat.

 

Vertiefungsfragen

- Warum hat Petrus Jesus verleugnet?

- Wenn andere dich spöttisch fragen, ob du etwa an Jesus glaubst, was sagt du dann?

 

Gebet und Segen:

Guter Gott, wir kennen das Gefühl, dass uns ein Freund/eine Freundin ganz wichtig ist und wir denken, diese Freundschaft kann nichts erschüttern.

Doch wenn die Freundin/der Freund, angegriffen wird mit Worten, schlecht über sie/ihn geredet wird, schaffe ich es oft nicht, mich dazwischen zu stellen, zu meinem Freund zu stehen. Einfacher ist es, zu schweigen, wegzugehen…

Lieber Gott, gib uns immer wieder die Kraft, zu unseren Freundinnen und Freunden zu stehen.

Wir wissen, Jesus hat später die Entschuldigung von Petrus angenommen. Er hat seinem Freund Petrus verziehen.

Schenke auch uns die Stärke, Freundinnen und Freunden zu verzeihen, die uns vielleicht im Stich gelassen haben.

Dein Sohn Jesus ist uns da ein tolles Beispiel.

 

Segne uns, unser Familien, unsere Freundinnen und Freunde und alle Menschen, die uns wichtig sind.

+Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen+

 

(Ideen aus dem Buch: “Ab geht die Post” von Birgit Götz)

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.