Datum: Sonntag, 20. August 2017

auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Waldrach. Die Pfarreiengemeinschaft Waldrach ist der Zusammenschluss von zwölf Pfarreien im Ruwertal, dem Vorderen Hochwald und dem Pluwiger Ländchen.

Das Leben in den Gemeinden wird geprägt von vielerlei Aktivitäten und Gruppen. Dieses Gemeindeleben ist ohne die vielen ehrenamtlich Tätigen nicht denkbar.

 
Auch für Sie ist in dieser Pfarreiengemeinschaft sicher ein guter Platz!

Pfarrer Ralf-Matthias Willmes

 


Geistliches Wort ( aus dem Pfarrbrief Nr. 6/2017 )

„Sorgt euch nicht...!“

Jetzt sind sie endlich da – die Wochen der Ferien und des Urlaubs!

Die Schulsachen werden erst einmal weggeräumt, der Chef hat Sendepause. Die Koffer warten darauf, gepackt zu werden, das Auto wird startklar gemacht, der Hund versorgt.

Oder: Wer daheim bleibt, freut sich auf das Ausschlafen, den gemütlichen Kaffee am Morgen und das Grillen am Abend. Und auf die eine oder andere Tour mit den Kindern in die nähere oder weitere Umgebung.

Die Zeit verläuft ruhiger. Die Tage bekommen ein anderes Gesicht: Sie werden individueller, zeigen sich deutlicher in ihrer Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit. Jeder Tag erhält seine eigene Prägung, seinen eigenen Charakter. Im Alltag schnurrt die Zeit zusammen und verfliegt, im Urlaub, in den Ferien „lässt sie sich Zeit“.

Für mich unterscheidet sich der Urlaub von den übrigen Wochen und Monaten des Jahres

vor allem dadurch, dass ich das Planen so weit wie irgendwie möglich vermeide. Nicht an den morgigen Tag denken, sondern ganz im Heute leben. Eine meiner Lieblingsstellen im Neuen Testament ist das Wort Jesu in der Bergpredigt, wo er seinen Hörer*innen Sätze sagt, die eigentlich eine Zumutung sind – heute noch mehr als in den Zeiten Jesu:

„Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt!“ Und dann: „Seht euch die Vögel des Himmels an..., die Lilien auf dem Feld... Macht euch keine Sorgen!“ (vgl. Mt 6, 25-34). Das sind „Urlaubssätze“! Wenigstens für einige Wochen im Jahr können wir uns ihnen annähern, sie guten Gewissens zu einem Prinzip machen. Zeit haben, um sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen und tatsächlich den Lerchen zuzuschauen; den ganzen Tag in Freizeitklamotten herumlaufen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Weder im Morgen noch im Gestern, sondern im Heute leben dürfen!

Ich glaube, wir brauchen solche Sätze. Sie können uns helfen, uns nicht selbst zu verlieren.

Sie erinnern uns daran, dass wir mehr sind als funktionierende und gut geölte Maschinen;

dass wir mehr sind als der ständige Blick aufs Smartphone, mehr als der Klingelton,

der uns eine neue Email ankündigt, die unbedingt gecheckt werden will. Diese Worte Jesu sind im besten Sinne „weltfremd“ – und gerade deshalb hoch aktuell.

Ich jedenfalls werde diese „Urlaubssätze“ Jesu mitnehmen und schauen, was passiert.

 

Ich wünsche Ihnen gesegnete Sommerwochen!

Ihr

Engelbert Felten

                                                                           

 

 

 

 


 

 
 
 

 

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