Datum: Sonntag, 04. Dezember 2016

auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Waldrach. Die Pfarreiengemeinschaft Waldrach ist der Zusammenschluss von zwölf Pfarreien im Ruwertal, dem Vorderen Hochwald und dem Pluwiger Ländchen.

Das Leben in den Gemeinden wird geprägt von vielerlei Aktivitäten und Gruppen. Dieses Gemeindeleben ist ohne die vielen ehrenamtlich Tätigen nicht denkbar.

 
Auch für Sie ist in dieser Pfarreiengemeinschaft sicher ein guter Platz!
Pfarrer Ralf-Matthias Willmes

 


Geistliches Wort ( aus dem Pfarrbrief Nr. 9/2016 )

Darf ich vorstellen: ein Herzmensch!

Wenn ich im 1. Schuljahr diese Figur auf den Boden lege, ist den Kindern direkt klar, wie sie heißen soll!

     

           

Herzmenschen können mit dem Herzen sehen und hören, nicht nur mit den Augen oder den Ohren. Sie sehen, wenn jemand traurig ist, Hilfe benötigt oder eine Umarmung braucht. Und sie hören genauer hin, wenn ein Kind weint, weil es sich überfordert fühlt oder ein älterer Mensch seufzt, weil der Weg zu anstrengend und die Taschen zu schwer sind.

Sie machen das Leben anderer froher, glücklicher und heller. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit kennt und verehrt die Kirche vieler solcher Herzmenschen: den Hl. Martin, die Hl. Elisabeth, die Hl. Barbara, den Hl. Nikolaus…. Menschen, die geholfen haben, die das Leben anderer zum Blühen gebracht haben, die Licht in das Dunkel ihrer Mitmenschen gebracht haben. Lichtgestalten - Herzmenschen, die uns allen zum Vorbild werden können. Diese Heiligen hatten selbst ein großes Vorbild: Jesus von Nazareth. Er ist ein Herzmensch par excellence!
Schön, dass seine Botschaft von der Liebe Gottes uns bis heute begleitet. Dass über die 2000 Jahre hindurch sich Menschen von ihm inspirieren lassen, dass Menschen bis heute in seine Fußstapfen treten.
Ich denke z.B. an den kürzlich verstorbenen Rupert Neudeck. Er hörte einfach auf sein Gefühl, sein Herz, als er 1979 die Bilder von den Vietnamesen sah, die in kleinen Booten aufs offene Meer flohen. Mit der Aktion “Cap Anamur” rettete er über 10.000 Menschen aus dem Südchinesischen Meer.
“Und von diesem Zeitpunkt an führte er sein Leben weiter, indem er es für andere lebte: In Angola, in Sarajewo, in Afghanistan, in Syrien im Irak -  wo er gegen alle Vernunft ausharrte, als weit und breit kein anderer Helfer mehr da war. Kinder zu sättigen, Kranke zu heilen sei das Selbstverständlichste von der Welt, sagte Rupert Neudeck einmal selbst über sein Leben für andere. Es sei das Einfachste, das Schönste auch.” (aus der Rede bei seiner Trauerfeier).
Rupert Neudeck - einer, dem es nicht genügte, das Elend auszuhalten. Einer, der es nicht bei dem mulmigen Gefühl im Bauch angesichts all des Leids auf der Welt beließ. Sondern einer, der Hilfsbereitschaft lebte. Für mich ein Heiliger der Gegenwart - ein Herzmensch, tief verwurzelt im Glauben und fest davon überzeugt, dass wir alle in Gottes Hand sind und von ihm erwartet werden.
 
Sie, Du und ich - wir alle können Herzmenschen sein. Jeder von uns ein kleines bisschen. Vielleicht spüren wir dann, wie gut es tut, den Mitmenschen mit dem Herzen anzuschauen und anzuhören, ihm Licht und Wärme zu schenken, vor allem, wenn es draußen trist und ungemütlich ist!

Ute Engelskirchen, Gemeindereferentin

 

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